Workshop The old guy & the new guys 

Junge Unternehmen und Start-ups sind für die deutsche Wirtschaft unverzichtbar. Relevante Innovationen werden immer öfter von Start-ups vorangetrieben, insbesondere in den Zukunftsfeldern Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0.

 

In den USA wird die Symbiose zwischen Unternehmen und Gründern seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Start-ups erhalten u.a. von Corporate VCs Kapital und werden so an die Unternehmen gebunden. Ist das Produkt für das Unternehmen relevant, wird das Start-up oftmals gekauft und die Gründer übernommen, welche die Technologie entwickelt haben. Zudem ist es in den USA um einiges einfacher einen Zugang zu Firmen zu erhalten, um z.B. erste Pilotprojekte bei Unternehmen durchzuführen. Als Gründer kann man so frühzeitig seine Technologie testen und erhält Referenzen von namenhaften Großunternehmen. Die Unternehmen erhalten im Gegenzug frühzeitig Zugang zu neuen Technologien und im besten Fall sogar einen Wettbewerbsvorteil.

 

Deutsche Unternehmen versuchen in den letzten Jahren diesem Beispiel zu folgen. Nicht nur im Silicon Valley eröffnen immer mehr Firmen eine Außenstelle, um nach Technologien und Innovationen für die deutsche Mutter zu suchen. In Deutschland bilden immer mehr Firmen eigenständige, dynamische und flexible Einheiten, um interessanter für Start-ups zu werden und um zu vermeiden, dass Innovationen in der Bürokratie eines Unternehmens versanden. Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Gründern gerade im digitalen Zeitalter kann und sollte Innovation fördern.

 

Was können deutsche Firmen von den USA lernen, und wie schaffen es deutsche Start-ups effektiv mit deutschen Firmen zu arbeiten? Wie können Unternehmen von Start-ups profitieren und neue Innovation für ihre Geschäfte nutzen? Welcher Bedarf herrscht bei deutschen Unternehmen und welche Strategien der Zusammenarbeit hat sich bewährt? Diese Fragestellungen werden im Workshop „Start-ups 4.0“ beleuchtet.

Unsere Sprecher

Konrad Augustin

Investment Director & Head of E.ON SCI US, E.ON Innovation / Strategic Co-Investments

Konrad Augustin leitet das US Büro von Strategic Co-Investments (SCI), dem Venture Capital Arm der E.ON. Er investiert in Start-Up Unternehmen, deren Technologien in E.ON Märkten zum Einsatz kommen, wobei die Bereiche Kundenlösungen, Energienetzwerke und erneuerbare Energien im Fokus stehen. Er hat in eine Vielzahl Unternehmen investiert, u.a. Autogrid, Greensmith, Enervee und Thermondo und hält einige Vorstandsmandate. Bevor er nach San Francisco ging, hat er SCI in Deutschland mitaufgebaut. Vor seiner Zeit bei E.ON war er bei BASF Venture Capital, davor im Strategischen Marketing und in der Konzernrevision der BASF, wo er u.a. in Australien, Japan und Singapur arbeitete. Er hat BWL in Regensburg und Storrs, Connecticut studiert.

Amadeo Gaigl

CEO und Co-Founder, Bohème Digital GmbH

Amadeo Gaigl ist Unternehmer und Gründer. Bevor er sich im Bereich Media Tech einen Namen gemacht hat, war er beratend für internationale Kunden und NGOs tätig, nachdem er mehrere Jahre als Projektkoordinator das internationale Partnernetzwerk für die UN geleitet hat. Die Mission von dem Startup Bohème ist es inspirierende Orte, wie das Wiener Kaffeehaus mit seiner Lesekultur, digital zu transformieren. So können Cafés ihren Kunden für eine monatliche Grundgebühr ihren Gästen Paid-Inhalte von starken Marken wie der Süddeutschen Zeitung oder dem Red Bull Media House, kostenlos in der Bohème-App zur Verfügung stellen und die Gäste mit inspirierenden Stories für den Tag versorgen.

Prof. Dr. Christian Heinrich

CFO, scoutbee GmbH 

 

scoutbee ist eine cloud-basierte B2B-Lieferanten-Einkäufer-Plattform, die den modernen Einkäufer und Produktionsplaner mit intelligenten Such-Algorithmen, Dynamic Data und einfach bedienbaren Kollaborationstools bei der Identifizierung, Absicherung und Evaluierung von Lieferanten und ganzen Wertschöpfungsketten unterstützt. Auf Basis von künstlicher Intelligenz durchleuchtet die scoutbee Technologie Artimis Kunden-Lieferantenbeziehungen, Störungen und Lieferauffälligkeiten ganzer Industrien.

 

Maximilian P. Wagner

CEO, SMS digital

 

Maximilian Wagner (CEO SMS digital), ist verantwortlich für den Aufbau des digitalen Start-up der SMS group. Nach seinem International Business Studium in Maastricht und am Rensselaer Polytechnic Institut kam er zu ehemals ThyssenKrupp Stainless (jetzt Outokumpu) in die Abteilung Verbesserungsprogramme/Investitionen. 5 Jahre und mehrere Stationen später, ging er 2013 zur Unternehmensentwicklung der SMS group. Während er an mehreren Service relevanten Projekten arbeitete, formte er 2015 mit einigen Kollegen ein Team, das sich auf Digitalisierung konzentrierte. Schließlich, führte die Projektarbeit zur Gründung der SMS digital als eigenständige Firma, die dafür zuständig ist, den Kunden der SMS group digitale Lösungen zu liefern.

Moderation

Rene van den Hövel

Zweigstellenleiter, AHK USA-San Francisco

 

Seit August 2010 ist Herr van den Hövel Leiter der AHK USA-San Francsico und verantwortlich für die Consulting und Business Development Aktivitäten der Auslandshandelskammer an der Westküste der USA. Vor seiner Tätigkeit in San Francisco war er Leiter der Consulting Abteilung am Hauptsitz der AHK in New York City. Von 2007 bis 2009 war er zudem Repräsentant der Wirtschaftsförderung Bremen in den Vereinigten Staaten. 

Herr van den Hövel schloss sich der Auslandshandelskammer im Jahr 2005 an, nachdem er in den  Bereichen Social Media und Mobile Marketing in Deutschland arbeitete. Er studierte internationales Marketing an der Fachhochschule Münster sowie am Juniata College in Pennsylvania, USA. Vor seinem Studium hat Herr van den Hövel eine Ausbildung als Industriekaufmann bei der Elefanten AG, einem führenden Hersteller von Kinderschuhen, abgeschlossen.

 

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